Mein Alltag und die Spiritualität
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Die Paniken und wie ich zu Gott fand

Ich weiß noch genau wie es los ging. Ich saß im Wohnzimmer auf der Couch, schaute eine Dokumentation über Einsiedler, stellte mir vor so zu leben und dann überkam mich meine erste Panik. Mir wurde heißt und kalt, Herzrasen, Druck im Kopf, Angst ohne Ende. Ich rannte ins Bad, machte mir Wasser ins Gesicht, fragte mich was los ist. Von dem Zeitpunkt ab wurden es immer mehr, immer heftiger. Saß ich zu Hause, dachte ich der Boden bewegt sich, gleich passiert was und ich sitz hier alleine. War ich unterwegs dachte ich der Boden bewegt sich, gleich passiert was. Ich war unter Leuten, die mir sicher helfen würden und dennoch konnte ich mich nur an Getränken orientieren. Sie waren mein Anker, sie hielten mich im jetzt. Bewegte sich das Wasser darin nicht wusste ich, es war alles ok es lag nur an mir. Ich konnte irgendwann keinen Tag, keine Stunde mehr ohne diese Paniken sein. Immer die Angst es bewegt sich etwas um mich und dann passiert es. Was auch immer es ist. Ich zwang mich zur Arbeit, ich zwang mich auszugehen. Ich wollte dieser Panik trotz allem nie die Macht überlassen. Der einzige dem ich mich anvertraute war meine Mutter. Immer wenn es los ging telefonierten wir oder wir schrieben SMS wenn telefonieren nicht ging. Das hat geholfen. Ich entwickelte in dieser Zeit eine enorme Selbstkontrolle. Oder vielleicht muss ich sagen, dass ich diese schon in meiner Kindheit entwickelt hatte und hier nur perfektionieren musste. Egal welche Hölle sich in mir abspielte, außen hat keiner was gemerkt. Ich hatte eine Kontrolle über meinen Körper und meine Emotionen, dass es mich heute noch selbst schockiert. Wenn andere über mich sprachen, hieß es nur, ja die is gut drauf und lustig und gesellig. Nach nem halben Jahr ca wusste ich so kann es nicht weitergehen. Ich ging zu meiner Ärztin und vertraute mich ihr an, bekam Tabletten dafür und ne Überweisung zur Psychotherapie. Wartezeit, wieder 6 Monate. Ich begann die Therapie also irgendwann und es stellte sich schnell raus, dass das erlebte aus meiner Kindheit schuld sein soll. Die Vernachlässigung in erster Linie. Die Zeit verging und nach nem knappen Jahr war ich fertig. Konnte wieder einigermaßen leben und auch vor die Tür gehen. Die Paniken in der Form kamen nicht mehr. Ich wusste das sich nichts bewegt. Das auch nicht gleich etwas schlimmes passiert. Was mir allerdings erst später auffiel war, dass ich auf einmal mehr auf meine Gesundheit achtete. Was hab ich da ? Is das schlimm ? Wo kommt das her ? Ist es jetzt weg ? Etc. Das ging ne Weile so, vertiefte sich und endete im Hypochonder. Eine Angstform verlagerte sich in eine andere. Ständig war ich unter Druck. Ist diese Ader blau oder lila, ist das vielleicht eine angehende Blutvergiftung ? Der Fleck war vorher nicht da, is das Krebs ? Ich hab Schmerzen im Arm, hab ich nenHerzinfarkt ? Dann setzte Herzrasen ein, dann kam die Panik. Ich kann heue gar nicht mehr sagen wie oft ich bei irgendwelchen Notdiensten, Vertretungsärzten oder auch im Krankenhaus war. Ich hab mich geschämt ohne Ende, aber ich konnte nicht anders. Immer und immer wieder musste ich mir selbst bestätigen das alles gut ist. Alles ok ist. Irgendwann zwischen den beiden Panikformen hab ich mich alternativen Möglichkeiten zugewendet. Meine Mutter hatte schon immer eine Affinität für Engel, Gott, spirituelles. Ich hörte ihr zu, hab viel gelesen und konnte das für mich auch so verstehen und nachvollziehen. Allerdings ging das gerade in der Pubertät alles wieder etwas unter. Rückte in den Hintergrund. In dieser Zeit nach der ersten Therapie hab ich mich den Thema wieder zugewendet. Gelesen, gelesen und nochmal gelesen. Ich wusste also, dass es einen tieferen Sinn geben muss, eine Ursache, die all das auslöst. Das die Antwort irgendwo tief in mir drin sein muss. So kam es also, dass ich meinen Ex Mann kennen lernte, wir heiraten. Die Beziehung war aber eigentlich von Anfang an zum scheitern verurteilt und hätte ich nicht in dem Muster gelebt das ich von meinen Eltern kannte, hätte ich mich getrennt. Er war jähzornig. Er trank gerne einen und war dann agressiv. Er hat mich nie angegriffen, aber verbal da hat er gut ausgeteilt. Meine Mutter kam irgendwann ins Krankenhaus und wollte sich einen Herzkatheter schieben lassen. Dabei kam raus das die Aortenklappe nicht mehr richtig schließt und das operiert werden muss. Ein Routineeingriff, schon nichts einfaches, würde aber oft gemacht. Am Tag nach der OP ist die gestorben. 4 Tage vom Katheter schieben zum Tod. Von heute auf Morgen. Den ganzen letzten Tag saß ich am Bett, es war nicht klar wie es ausgeht, aber es sah nicht gut aus. Und Nachts hieß es man könne nichts mehr tun und ich wartete bis ihr Herz aufhörte zu schlagen. Ich weiß bis heute nicht wie ich das so einfach ertragen habe ohne durch zudrehen. In der Folgewoche saß ich auf der Arbeit, hatte Unterleibsschmerzen. Ging zum Arzt mit Verdacht auf Magen Darm Grippe. Diagnose: ich war schwanger ! Und was nun ? Beerdigung planen, aber sich freuen über das Kind ? Schwanger sein genießen oder trauern über die Mutter ? All das was ich mir vorher erarbeitet hatte war weg. Ich war die ganze Schwangerschaft durch unsicher, ängstlich, hypochondrisch. Und leider hatte ich Hebammen die damit nicht umgehen konnten. Die Geburt war furchtbar. Mein Beckenausgang eigentlich zu eng, die Ärzte haben das nicht erkannt. Der kleine steckte also fest. Zu spät für einen Kaiserschnitt. Was blieb also ? Mit Saugglocke und Zange raus. Die ersten Wochen und Monate hatte ich glaube eine Wochendepression. Ich hatte keine Lust auf nichts, auch nicht auf Kind. Aber immerhin hatte ich ja was tolles aus der Vergangenheit gelernt. Selbstkontrolle. Keiner merkte was davon, ich machte das mit mir aus und nach außen war ich perfekt. Zu dieser Zeit bildeten sich meine Paniken auch wieder weiter aus. Das Hypochondrische aber diesmal auch wieder Panik überall außerhalb meiner Wohnung. Alles was mir fremd war, nicht vertraut, was ich nicht kannte, ging nicht. Ich bekam Schwindel, Herzrasen, Durchfall, Panik. Dann begegnete ich meiner Ausbilderin. Einer Frau die spirituelle Heilung macht. Eine Ausbildung die ich selbst begonnen habe später. Ich arbeitete mit ihr an mir, lernte vieles über mich und das Leben, über die geistige Welt, machte Familienaufstellungen mit, bediente mich selbst daheim mit schmanischen Techniken, Ho onopono, Byron Katie und wie sie alle heißen. Im Endeffekt zielen jedoch alle auf das gleiche Ziel ab. Das man sich mit sich selbst beschäftigt. Analysiert was ist los, wie geht es mir, wo kommt es her. Was steckt dahinter. Und dieser Weg hat mir aus all dem Drama geholfen. Heute, 22.11.2014, kann ich stolz verkünden: JA ich habe keine Paniken mehr, ja ab und an meldet sich etwas ähnliches, aber es ist mir ein Freund, ein Fingerzeig wo ich gerade wieder gegen mich selbst arbeite. Dann suche ich es, finde es und löse es. Ohne Panik. Ich habe es geschafft all diese Fesseln hinter mir zu lassen und mich auf neue Interessante Wege zu begeben. Ich kann nun meinen Alltag beleuchten, was mich ausmacht, wo ich noch an mir arbeiten muss etc. Und vor allem, kann ich denen helfen denen es ähnlich geht wie mir. )
22.11.14 14:21


Was bisher geschah ...

.. jetzt hab ich doch beschlossen damit zu beginnen, mein Leben erstmal darzustellen wie es bisher lief. Ich glaube darauf aufzubauen wäre einfacher. 1979 wurde ich geboren. Ich war kein Wunschkind. Meine Eltern mussten wegen mir heiraten. Meine Mutter war eigentlich in einen anderen verliebt, was die Frage aufwirft, wieso sie dann überhaupt mit meinem Vater geschlafen hat. Aber egal. Schon vor mir war es nicht so einfach. Mein Vater wurde groß in einer Familie, in der schon seine Mutter zur Heirat gezwungen wurde mit einem Mann, den sie nicht wollte. Dementsprechend war das Familienleben auch. Kalt, lieblos, unzufrieden. Sein Vater war über 7 Jahre Gefangener im Krieg und kam wieder mit diesen Erlebnissen die ihn zu einem anderen Mensch gemacht hatten. Meine Mutter wurde groß unter einem Vater der sehr gewalttätig war, eine Mutter die sich unterordnete. Ohne Liebe, ohne Wärme, ohne Geborgenheit. Und mit einem Onkel, der sich an ihr verging, und Eltern die das als Lüge abstempelten. Ja und dann die also die Ehe meiner Eltern. Meine Mutter fügte sich also, für meinen Vater war es bis dahin eigentlich noch ok. Meine Mutter wollte mich eigentlich unbewusst nicht kriegen, hat 6 Montage in der Schwangerschaft nicht oder wenig gegessen, stand vorm Klinikaufenthalt und Zwangsernährung. Für mich klar, sie wollte mich nicht. Nach meiner Geburt und der Hochzeit veränderte sich alles. Meine Mutter war unzufrieden, veränderte sich und wurde zu einer verbitterten Frau. Mein Vater erkannte das er wieder eine Frau hatte, analog seiner Mutter, die ihn nicht liebte und er wieder in dieser Situation war. Das machte ihn wütend. Es gab damals viel Gewalt, Schläge, Geschrei. Wir hatten kein Familienleben. Ich als Baby bekam das alles schon mit. Zunächst war es so, dass beide arbeiteten. Und da mein Vater Schicht arbeitete, war er oft Morgens alleine mit mir. Ja und da so ein Baby Bedürfnisse hat und schreit, bei Hunger und Durst oder voller Windel, war er oft überfordert. Zu der Zeit entwickelte sich mein zweites Trauma. Das erste erlebte ich ja in der Schwangerschaft. Nämlich, er vernachlässigte mich. Er lies mich schreien, schlief lieber. Ich hatte Hunger, ich war vom Kot verdreckt etc. Das ging irgendwann soweit das die Kinderärztin sagte sie schaltet das Jugendamt ein. Denn sie sah an meinem Hintern der total offen und wund war, was Sache ist. Von nun an kümmerte sich also meine Oma um mich. Größtenteils. Die Mutter meines Vaters. Die ebenfalls unglücklich war. Und die noch 3 weitere Enkel zu betreuen hatte und somit auch keinem direkt Aufmerksamkeit geben konnte. Im ersten Lebensjahr fing ich an zu Schielen. Ich wollte das alles nicht mit ansehen ganz offensichtlich. Brillen wurden gekauft die ich weg schmiss. Mein Auge wurde zugeklebt, was mir unangenehm war. Ohja, heute weiß ich schon dass das notwendig war. Aber dem Kind war das egal. Als ich 6 Jahre alt war kam ich ins Krankenhaus. Sollte operiert werden am Auge. Meine Mutter war nach wie vor überfordert. Als ich schreiend weg getragen wurde lief sie einfach weg, ohne ein liebes Wort. Als ich aufwachte aus dieser OP, hatte ich die Augen verbunden. Logisch, frisch operiert. Ich war ans Bett gebunden. Damit ich nicht versehentlich irgendwo dran komme oder reibe vermute ich. Und ich war alleine. Ich sah nichts, konnte mich nicht bewegen. Ich verfiel in eine Panik. Mein drittes Trauma. Keine Mutter da, kein Vater da. Ich war alleine. Ja und danach ging das Leben weiter. Jeder lebte seins. Wir aßen jeder immer in einem anderen Raum. Keiner kam in das Gehege des anderen. Jeder machte sein Ding. Was sich nie verändert hat, war die Vernachlässigung durch meinen Vater. Sein Schlaf war ihm immer heiliger als alles andere. Und wenn er Morgens mich zur schule fahren sollte, war es immer ein bitten und betteln und hoffen das er endlich aufsteht und mich pünktlich bringt. Er wusste ja nicht, wie das so ist unter Pubertierenden. Das man da Spiele spielte unter 3 Freundinnen, dass die ersten 2 die da sind gegen die 3 zusammen halten. Und meine Mutter litt darunter, dass mein Vater an ihr kein Interesse hatte. Sie hatte sich verändert und über die Jahre an Gewicht zugenommen und damit das Interesse von meinem Vater ab. Irgendwann hat sie zu Tropfen gegriffen und diese im Übermaß genommen. Ihr Wesen veränderte sich. Sie hatte Wahnvorstellungen. Dinge würden ihr geklaut. Jeder wollte ihr nur was böses. Ja und damits nicht langweilig wird, hat sie mich zur Abwechslung nur dann in die Schule gefahren, wenn ich ihr dies und jenes geben würde, was ich ihr ja geklaut hab. Hatte ich nie. Wirklich nie. Aber wie sollte ich das beweisen. Als ich 14 war trennten sich meine Eltern und ich ging mit meinem Vater. Nicht weil ich ihn mehr liebte, sondern weil er in den Ort zog, wo meine schule, meine Freunde waren. Ich wusste so war ich weniger angewiesen auf alle. Diese Zeit war fast die beste. Fast. Er war nie da ... ich war also mit 14 bis Morgens um 6 weg. Fand das cool. Heute weiß ich, mir hat das stabile Umfeld gefehlt. Versteht mir nicht falsch, ich hab das nie ausgenutzt. Ich war immer in der Schule, jeden Tag. Ich hab immer gelernt. Gute Noten. Ich war schon damals Verantwortungsbewusst !!! Und noch besser, die Wut und der Zorn die früher meine Mutter austragen musste, durfte nun ich erleben. Nur als Beispiel: egal was er tat, er war jähzornig. Der Gipfel war, dass ich ihm helfen sollte etwas am Computer zu testen und das ging nicht, dann hat er den Hammer geholt und dem Computer kaputt geschlagen. Mir hat er nie was getan, körperlich ! Als ich 17 war hat er seine jetzige Frau kennen gelernt und geheiratet. Wir zogen zu ihr. Oh Wunder, wiederum war sie eine kühle Frau die nicht mit Kindern konnte. Ich war zu unordentlich, zu unsauber, alles zu .. ! Dabei ging ich durch die Schule meiner Oma und jeder der ne Oma hat weiß wie der Hase läuft. Da konnte man vom Boden essen und alles musste sofort getan werden. So bin ich heute noch teilweise. Damals dachte ich es lag an mir das wir nie den Draht gefunden hatten. Heute weiß ich dass es eben nicht ganz so war. Ich ging auch direkt mit 16 arbeiten, verdiente mir mein Geld, kaufte mir ein Auto, bezahlte den Führerschein, die Versicherung, mein Telefon, selbst mein Essen und Getränke zahlte ich. Irgendwann kam also mein Vater mit der Frau und sagte sie wollten Kostgeld. Da war ich 18 geworden und das war der Punkt wo ich beschloss auszuziehen. UND ICH FING AN ZU LEBEN !! Also ich 21 wurde, hatte ich meine erste Beziehung beendet. 6 Jahre waren wir zusammen. Er hatte mich über diese Elternkonstellation gerettet, über den Jähzorn meines Vaters. Er war mein Retter. Die Ruhe und Liebe in Person. Ich verdanke ihm so vieles. An dieser Stelle also einfach mal, ICH DANKE DIR ! Und dennoch waren wir nicht für einander bestimmt. Und trennten uns. Nach 6 Jahren. Mit 21. Ein knappes halbes Jahr danach bekam ich zum ersten Mal einen Panikanfall .... Und hier möchte ich nun Enden. Denn hier beginnt eine neue Phase. Ich habe Euch das jetzt nicht erzählt um Mitleid zu bekommen. Ich will das vielleicht besser verstanden wird was später noch kommt. Mein Arbeit. Und vielleicht ein Beispiel sein dafür, das egal was passiert, es immer einen WEg gibt, einen guten und das man am Ende, egal wie gesund und munter und fröhlich sein kann. Und Glücklich. Danke fürs Lesen ...
22.11.14 11:54





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