Mein Alltag und die Spiritualität
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/ichundspirit

Gratis bloggen bei
myblog.de





Was bisher geschah ...

.. jetzt hab ich doch beschlossen damit zu beginnen, mein Leben erstmal darzustellen wie es bisher lief. Ich glaube darauf aufzubauen wäre einfacher. 1979 wurde ich geboren. Ich war kein Wunschkind. Meine Eltern mussten wegen mir heiraten. Meine Mutter war eigentlich in einen anderen verliebt, was die Frage aufwirft, wieso sie dann überhaupt mit meinem Vater geschlafen hat. Aber egal. Schon vor mir war es nicht so einfach. Mein Vater wurde groß in einer Familie, in der schon seine Mutter zur Heirat gezwungen wurde mit einem Mann, den sie nicht wollte. Dementsprechend war das Familienleben auch. Kalt, lieblos, unzufrieden. Sein Vater war über 7 Jahre Gefangener im Krieg und kam wieder mit diesen Erlebnissen die ihn zu einem anderen Mensch gemacht hatten. Meine Mutter wurde groß unter einem Vater der sehr gewalttätig war, eine Mutter die sich unterordnete. Ohne Liebe, ohne Wärme, ohne Geborgenheit. Und mit einem Onkel, der sich an ihr verging, und Eltern die das als Lüge abstempelten. Ja und dann die also die Ehe meiner Eltern. Meine Mutter fügte sich also, für meinen Vater war es bis dahin eigentlich noch ok. Meine Mutter wollte mich eigentlich unbewusst nicht kriegen, hat 6 Montage in der Schwangerschaft nicht oder wenig gegessen, stand vorm Klinikaufenthalt und Zwangsernährung. Für mich klar, sie wollte mich nicht. Nach meiner Geburt und der Hochzeit veränderte sich alles. Meine Mutter war unzufrieden, veränderte sich und wurde zu einer verbitterten Frau. Mein Vater erkannte das er wieder eine Frau hatte, analog seiner Mutter, die ihn nicht liebte und er wieder in dieser Situation war. Das machte ihn wütend. Es gab damals viel Gewalt, Schläge, Geschrei. Wir hatten kein Familienleben. Ich als Baby bekam das alles schon mit. Zunächst war es so, dass beide arbeiteten. Und da mein Vater Schicht arbeitete, war er oft Morgens alleine mit mir. Ja und da so ein Baby Bedürfnisse hat und schreit, bei Hunger und Durst oder voller Windel, war er oft überfordert. Zu der Zeit entwickelte sich mein zweites Trauma. Das erste erlebte ich ja in der Schwangerschaft. Nämlich, er vernachlässigte mich. Er lies mich schreien, schlief lieber. Ich hatte Hunger, ich war vom Kot verdreckt etc. Das ging irgendwann soweit das die Kinderärztin sagte sie schaltet das Jugendamt ein. Denn sie sah an meinem Hintern der total offen und wund war, was Sache ist. Von nun an kümmerte sich also meine Oma um mich. Größtenteils. Die Mutter meines Vaters. Die ebenfalls unglücklich war. Und die noch 3 weitere Enkel zu betreuen hatte und somit auch keinem direkt Aufmerksamkeit geben konnte. Im ersten Lebensjahr fing ich an zu Schielen. Ich wollte das alles nicht mit ansehen ganz offensichtlich. Brillen wurden gekauft die ich weg schmiss. Mein Auge wurde zugeklebt, was mir unangenehm war. Ohja, heute weiß ich schon dass das notwendig war. Aber dem Kind war das egal. Als ich 6 Jahre alt war kam ich ins Krankenhaus. Sollte operiert werden am Auge. Meine Mutter war nach wie vor überfordert. Als ich schreiend weg getragen wurde lief sie einfach weg, ohne ein liebes Wort. Als ich aufwachte aus dieser OP, hatte ich die Augen verbunden. Logisch, frisch operiert. Ich war ans Bett gebunden. Damit ich nicht versehentlich irgendwo dran komme oder reibe vermute ich. Und ich war alleine. Ich sah nichts, konnte mich nicht bewegen. Ich verfiel in eine Panik. Mein drittes Trauma. Keine Mutter da, kein Vater da. Ich war alleine. Ja und danach ging das Leben weiter. Jeder lebte seins. Wir aßen jeder immer in einem anderen Raum. Keiner kam in das Gehege des anderen. Jeder machte sein Ding. Was sich nie verändert hat, war die Vernachlässigung durch meinen Vater. Sein Schlaf war ihm immer heiliger als alles andere. Und wenn er Morgens mich zur schule fahren sollte, war es immer ein bitten und betteln und hoffen das er endlich aufsteht und mich pünktlich bringt. Er wusste ja nicht, wie das so ist unter Pubertierenden. Das man da Spiele spielte unter 3 Freundinnen, dass die ersten 2 die da sind gegen die 3 zusammen halten. Und meine Mutter litt darunter, dass mein Vater an ihr kein Interesse hatte. Sie hatte sich verändert und über die Jahre an Gewicht zugenommen und damit das Interesse von meinem Vater ab. Irgendwann hat sie zu Tropfen gegriffen und diese im Übermaß genommen. Ihr Wesen veränderte sich. Sie hatte Wahnvorstellungen. Dinge würden ihr geklaut. Jeder wollte ihr nur was böses. Ja und damits nicht langweilig wird, hat sie mich zur Abwechslung nur dann in die Schule gefahren, wenn ich ihr dies und jenes geben würde, was ich ihr ja geklaut hab. Hatte ich nie. Wirklich nie. Aber wie sollte ich das beweisen. Als ich 14 war trennten sich meine Eltern und ich ging mit meinem Vater. Nicht weil ich ihn mehr liebte, sondern weil er in den Ort zog, wo meine schule, meine Freunde waren. Ich wusste so war ich weniger angewiesen auf alle. Diese Zeit war fast die beste. Fast. Er war nie da ... ich war also mit 14 bis Morgens um 6 weg. Fand das cool. Heute weiß ich, mir hat das stabile Umfeld gefehlt. Versteht mir nicht falsch, ich hab das nie ausgenutzt. Ich war immer in der Schule, jeden Tag. Ich hab immer gelernt. Gute Noten. Ich war schon damals Verantwortungsbewusst !!! Und noch besser, die Wut und der Zorn die früher meine Mutter austragen musste, durfte nun ich erleben. Nur als Beispiel: egal was er tat, er war jähzornig. Der Gipfel war, dass ich ihm helfen sollte etwas am Computer zu testen und das ging nicht, dann hat er den Hammer geholt und dem Computer kaputt geschlagen. Mir hat er nie was getan, körperlich ! Als ich 17 war hat er seine jetzige Frau kennen gelernt und geheiratet. Wir zogen zu ihr. Oh Wunder, wiederum war sie eine kühle Frau die nicht mit Kindern konnte. Ich war zu unordentlich, zu unsauber, alles zu .. ! Dabei ging ich durch die Schule meiner Oma und jeder der ne Oma hat weiß wie der Hase läuft. Da konnte man vom Boden essen und alles musste sofort getan werden. So bin ich heute noch teilweise. Damals dachte ich es lag an mir das wir nie den Draht gefunden hatten. Heute weiß ich dass es eben nicht ganz so war. Ich ging auch direkt mit 16 arbeiten, verdiente mir mein Geld, kaufte mir ein Auto, bezahlte den Führerschein, die Versicherung, mein Telefon, selbst mein Essen und Getränke zahlte ich. Irgendwann kam also mein Vater mit der Frau und sagte sie wollten Kostgeld. Da war ich 18 geworden und das war der Punkt wo ich beschloss auszuziehen. UND ICH FING AN ZU LEBEN !! Also ich 21 wurde, hatte ich meine erste Beziehung beendet. 6 Jahre waren wir zusammen. Er hatte mich über diese Elternkonstellation gerettet, über den Jähzorn meines Vaters. Er war mein Retter. Die Ruhe und Liebe in Person. Ich verdanke ihm so vieles. An dieser Stelle also einfach mal, ICH DANKE DIR ! Und dennoch waren wir nicht für einander bestimmt. Und trennten uns. Nach 6 Jahren. Mit 21. Ein knappes halbes Jahr danach bekam ich zum ersten Mal einen Panikanfall .... Und hier möchte ich nun Enden. Denn hier beginnt eine neue Phase. Ich habe Euch das jetzt nicht erzählt um Mitleid zu bekommen. Ich will das vielleicht besser verstanden wird was später noch kommt. Mein Arbeit. Und vielleicht ein Beispiel sein dafür, das egal was passiert, es immer einen WEg gibt, einen guten und das man am Ende, egal wie gesund und munter und fröhlich sein kann. Und Glücklich. Danke fürs Lesen ...
22.11.14 11:54
 
Letzte Einträge: Die Paniken und wie ich zu Gott fand


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung